Landwirtschaft Studium
Bienenforschung mit viel Potential!
Australiens Fähigkeit, die Welt mit gesunden Honigbienen zur Bestäubung zu beliefern, wird durch neue Ergebnisse verstärkt: Forscher einer Universität versuchen Bienen zu züchten, die frei von ‚Nosema Apis‘ sind. In Bienenstöcken wurde dieser Pilz gefunden, der die Lebensspanne und die Produktivität der Bienen verkürzt. Würde es derartige Bienen geben, könnte die international Nachfrage nach ‚Western Australien’-Bienen gestärkt werden.
Der Export der Bienen aus Australien läuft gut, allerdings verlangen neuerdings Länder wie Japan, dass die Bienen frei von Nosema Apis sind, was im Moment eigentlich unmöglich ist. Der Vorteil für West-Australien liegt auf der Hand, da so noch mehr Märkte erschlossen werden könnten.
Es werden drei Möglichkeiten untersucht, um derartige Bienen zu züchten. Bei der einen werden Nosema Apis-freie Arbeiterinnen gezüchtet, die die Königin eskortieren, so dass sie während Flügen gefüttert werden kann. Königinnen sind meist pilzfrei, da sie die Wabe, in der sich der Pilz befindet, nicht sauber machen und den Pilz dadurch auch nicht aufnehmen können. Wenn die isolierten Königinnen sterilisiertes Essen bekommen, kann der Zuchtversuch funktionieren.
Eine zweite Möglichkeit wäre es, in der Wabe eine hohe Temperatur zu halten. So kann der Pilz gekillt werden, ohne, dass Bienen groß zu Schaden kommen. Andere Pilzarten konnten so schon ausgeschaltete werden.
Bei der dritten Möglichkeit soll Gamma-Bestrahlung den Pilz in den Arbeiterinnen auslöschen, ohne den Bienen selbst zu schaden. Es wird auch untersucht, ob künstliches Protein die Pollen ersetzen könnte. Diese stimulieren die Drüse der jungen Honigbienen. So soll Nahrung für die Larven und für die Königin produziert werden. Diese Nahrung wir auch ‚Royal Jelly‘ genannt.
Die Forschung, die nur bei bestimmten Wetterbedingungen getätigt werden kann, kann sich also für Western Australia sehr lohnen!

Murdoch University
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